Natur auf der Spur - Folgenutzung Halle Künsebeck

Deponie wird zum TERRA.tipp

Das Jahr 2019 hat die Planungen zur Öffnung und Nachnutzung der Deponiefläche in Halle-Künsebeck gut voran gebracht. Auf dem so genannten „Großen Künsebecker Berg“ soll es ruhige Naherholung geben. Einen Mehrwert bieten nach jetzigem Planungsstand acht Stationen auf einem kleinen Rundwanderweg, die mit Infos, Aus- und Ein- und Weitblicken sowie einem Mitmach-Angebot aufwarten.

Einen Einblick in den benachbarten Steinbruch sowie einen Weitblick bis ins Münsterland bietet der "Große Künsebecker Berg".

Einen großen Schritt in Richtung Umsetzung verdankt die Projektgruppe der Beteiligung von Landschaftsentwicklerin Melanie Schnieders (Natur- und Geopark TERRA.vita), die schon einige ähnliche Projekte begleitet und umgesetzt hat. Durch die Einbindung des Naturparks wird sich die Deponie in die Reihe „TERRA.tipps – Natur pur“ eingliedern und dann eines von 13 naturnahen Ausflugszielen sein. Die Interessengemeinschaft Künsebecker Bürger (IGKB) ist mit einer Abordnung in der Projektgruppe vertreten, so dass alle Schritte rückgekoppelt und weitere Ideen mit in die Planungen einfließen konnten. Die Techniker der GEG, die Abteilung Umwelt des Kreises Gütersloh und die Stadt Halle sitzen ebenfalls mit am Tisch.

Die Projektgruppe aus Vertretern von Stadt, Kreis, GEG und Künsebecker Bürgern trifft sich regelmäßig, um sich über den Stand der Planungen auszutauschen. Dabei fließen nach wie vor Ideen der Bürger in das Projekt mit ein.
Die Geologen von TERRA.vita werden anhand solcher sichtbaren Gesteinsschichten die Erdgeschichte des Teutoburger Waldes erklären. An zwei Punkten auf dem Rundweg sind solche Aufschlüsse sehr gut zu erkennen.

Und das ist der Stand der Planungen: Es wird einen kleinen Wanderparkplatz geben. Von drei Punkten aus kann man die Deponie zu Fuß betreten und sich in einem abgesicherten Bereich bewegen. Hier führt ein Rundweg vorbei an einem Aussichtspunkt, der Einblicke in den benachbarten Steinbruch bietet. Es wird ein kleines Geolabor eingerichtet – hier können Interessierte selbst in Material, das der Steinbruch zur Verfügung stellt, nach Fossilien suchen. Mehrere Infopunkte am Rande des Rundweges informieren über den Aufbau der Gesteinsschichten, die Geschichte der Deponie und den Aufbau der Abdichtung sowie über die heutige Flora und Fauna, die sich auf der unberührten, renaturierten Fläche angesiedelt hat. Ein zweiter Aussichtspunkt ermöglicht einen weiten Blick, bei gutem Wetter bis ins Münsterland.

Einmal genau auf den Boden geschaut und schon etwas gefunden: Melanie Schnieders (TERRA.vita) zeigt ein Fossil. Schon jetzt finden sich welche auf der Deponie, denn die Oberfläche ist mit Kalkgestein aus dem benachbarten Steinbruch Müller abgedeckt.
Gemeinsam mit Bürgermeisterin Anne Rodenbrock-Wesselmann luden Vertreter von GEG und dem Kreis Gütersloh im Frühjahr die Landschaftsplanerin Melanie Schnieders (TERRA.vita) auf die Deponie ein, um konkrete Standorte für die geplanten Stationen zu besichtigen.

Umgesetzt werden soll das Vorhaben mit Fördermitteln aus dem Topf von Vital.NRW GT 8. Die drei Hauptbeteiligten – Stadt, Kreis und GEG – haben bereits die aufzubringenden Mittel für das zu 65 Prozent förderfähige Projekt in ihren Finanzplänen berücksichtigt. Der grobe Zeitplan sieht eine Eröffnung des neuen naturnahen Ausflugsziels auf der Deponie in Halle-Künsebeck im Jahr 2022 vor.

  • Rekultivierung und Nachsorge der Deponien im Kreis Gütersloh

    Deponie Technik-Broschüre

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  • Präsentation Bürgerinformation Halle-Künsebeck
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