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Funktionsfähige Haushaltsgeräte für Flutopfer gesucht

GEG und Pro Arbeit nehmen Elektrogroßgeräte an

 

Kreis Gütersloh. Den ersten Horror haben die Menschen im Katastrophengebiet  zwischen Hagen und Erftstadt, im Mosel- oder Ahrtal mehr oder weniger gut überstanden. Die großen Hilfsorganisationen mit tausenden von freiwilligen Helferinnen und Helfern tun seitdem gemeinsam mit dem Technischen Hilfswerk und der Bundeswehr alles Menschenmögliche, um die Menschen in der großen physischen und psychischen Not zu betreuen, Straßen wieder notdürftig befahrbar zu machen und die Infrastruktur zu reparieren. Die Einwohnerinnen und Einwohner und weitere Freiwillige arbeiten bis weit über die Erschöpfungsgrenzen hinaus, um zerstörte Einrichtungsgegenstände und den allgegenwärtigen Schlamm aus den Häusern zu bekommen. Bestenfalls steht danach die leidgeprüfte Bevölkerung vor einem leeren Haus. Wer die immensen Kosten des Neuanfangs dann trägt, ist trotz vieler Geldspenden und Hilfszusagen von Land und Bund derzeit noch ungewiss.


Hier möchte die Gesellschaft zur Entsorgung von Abfällen Kreis Gütersloh (GEG) und die Kreisverwaltung  gemeinsam mit dem Verein Pro Arbeit e. V.  ansetzen und praktische und unmittelbare Hilfe für die Flutopfer bieten. Am Freitag, den 30.7. und Samstag, den 31.7.2021,  gibt daher es eine Wiederverwertungsaktion für voll funktionsfähige Elektrogeräte sowie Küchenmöbel wie Stühle und Tische.


Die Idee dahinter erläutert GEG-Geschäftsführer Thomas Grundmann genauer: „Wir rufen die Bürgerinnen und Bürger des Kreises Gütersloh dazu auf, gut erhaltene und voll funktionsfähige Elektrogeräte zu „Pro Arbeit“ zu bringen.
Hier sind die Standorte am Recyclinghof Rheda-Wiedenbrück, Ringstraße 141, 33378 Rheda-Wiedenbrück in der Zeit von 13:00-17:00 Uhr am Freitag und 9:00-13:00 Uhr am Samstag, sowie der Recyclinghof in Herzebrock-Clarholz, Otto-Hahn-Straße 44, 33442 Herzebrock-Clarholz in der Zeit von 9:00-17:00 Uhr am Aktionsfreitag zu nennen.
Daneben steht auch auf dem Entsorgungspunkt Nord in Halle, Im Hagen 1a, 33790 Halle, Freitag in der Zeit von 8:00-16:30 Uhr und Samstag von 9:00-13:00 Uhr sowie dem Entsorgungspunkt in Gütersloh, Carl-Zeiss-Straße 58, 33334 Gütersloh, Freitag  von 8:30-16:30 Uhr, Samstag von 8:30 -13:00 Uhr, jeweils eine Annahmestelle bereit, um solche Geräte anzunehmen. Um einen Grundstock von Einrichtungsgegenständen zu bieten, bitten wir daneben um die Abgabe von Tischen und Stühlen für den Küchenbereich.“
Des Weiteren können Wasserkocher, Filterkaffeemaschinen und Tauchsieder abgegeben werden, um Wasser durch Abkochen keimfrei zu bekommen. Daneben werden Mikrowellen und mobile Elektrokochplatten im Krisengebiet nachgefragt.
Der Landrat des Kreises Gütersloh, Sven-Georg Adenauer, hebt die wichtige Kommunikation  mit den Einsatzzentralen hervor:
„Nach Rückfrage bei den Krisenstäben der Katastrophenregionen werden in erster Linie Elektro-Großgeräte (sog. Weiße Ware) wie Herde, Kühlschränke oder -truhen, Waschmaschinen und Wäschetrockner gesucht. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Vereins „Pro Arbeit“ sowie der GEG werden die technische Funktion der gespendeten Geräte überprüfen und so die Funktionstüchtigkeit gewährleisten.“

 

„In enger Abstimmung mit den koordinierenden Leitstellen vor Ort, werden wir dann die gesichteten und geprüften Elektrogeräte zur rechten Zeit an den rechten Ort bringen“ Dazu nutzen wir unsere bzw. die Fahrzeuge von Pro Arbeit. Es haben sich sofort Kollegen gefunden, die die Fahrten freiwillig übernehmen. Durch die enge Abstimmung mit den Einsatzkräften stellen wir zum Einen sicher, nicht unbeabsichtigt im Weg zu stehen und dass die gespendeten Geräte zielgerichtet und so zeitnah wie möglich zu den bedürftigen Haushalten gelangen,“ verdeutlicht der Umweltdezernent des Kreises Gütersloh, Frank Scheffer, das weitere Vorgehen.

Die GEG, die Kreisverwaltung und der Verein „Pro Arbeit“  hoffen gemeinsam mit IHNEN etwas zu bewegen und freuen sich über eine rege Teilnahme.

 

„Die deutsche Sprache kennt kaum Worte für die Verwüstung, die hier angerichtet ist.“
Bundeskanzlerin Angela Merkel