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90 Prozent der Haller*innen sortieren vorbildlich

62 Tonnen blieben stehen

Dürfen im Kreis Gütersloh nicht verwendet werden, weil sie sich im Kompostwerk nicht zersetzen: so genannte biologisch abbaubare Kunststoffbeutel.

Die Stadt Halle (Westf.), die Kompotec und die GEG, Gesellschaft zur Entsorgung von Abfällen Kreis Gütersloh mbH, ziehen nach der Biotonnen-Aktion Bilanz: Insgesamt begutachtete das Team 1.720 Biotonnen. 1.555 waren richtig befüllt und bekamen daher einen grünen Anhänger (90,4 Prozent), 103 einen gelben (6 Prozent) und 62 einen roten Anhänger (3,6 Prozent). Die roten Tonnen blieben ungeleert stehen, gelb galt zunächst als Verwarnung.

Das Aktions-Team ist fündig geworden auf der Suche nach so genannten Störstoffen, die in die Biotonne nicht hineingehören. „Ein paar Mal war gar nichts „bio“ in der Tonne“, erinnert sich Rebecca Thurow, Koordinatorin der Biotonnen-Aktion. Ein Störstoff, der immer wieder in den Biotonnen gefunden wurde, sind die so genannten „biologisch abbaubaren“ Kunststoffbeutel. Deren Verwendung ist im Kreis Gütersloh per Abfallsatzung untersagt. „Die Beutel werden im Kompostwerk nicht vollständig abgebaut und verunreinigen den fertigen Kompost“, erklärt Ute Lepper, Kompotec (Betreiber des Kompostwerks). Als Alternative zu Tüten kann im Vorsortiergefäß in geringen Mengen Küchenkrepp oder Zeitungspapier verwendet werden. Leppers Tipp: „Abfälle einfach in preiswerten Müllbeuteln sammeln, in die Biotonne entleeren und den Beutel selbst zum Restmüll geben.“

Während der Biotonnen-Aktion klingelte das Telefon von Halles Abfallberaterin Janine Thannhäuser etwas häufiger. „Meistens haben Bürger angerufen und nach den Tüten gefragt“, erinnert sie sich. „Die allermeisten wissen aber schon selbst, was sie falsch gemacht haben“, vermutet Thannhäuser.