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Gegen Plastik in der Biotonne

#WIRFUERBIO-Aufkleber im Rathaus erhältlich.

Die „Oma“ mag kein Plastik in der Biotonne. Die Druckvorlage für dieses und weitere Plakate können Schulen, Kindergärten und Vermieter über die Abfallwirtschaftsgesellschaften der Kreise Gütersloh und Warendorf kostenfrei beziehen. Eine E-Mail an rebecca.deppe@awg-waf.de reicht.

Diese Aufkleber für die Biotonne gibt es kostenlos online auf www.wirfuerbio.de oder im Rathaus bei Ihrem Abfallberater.

„Kein Plastik in die Biotonne!“ - Was für viele selbstverständlich ist, bildet den Kern der Kampagne #WIRFUERBIO in Westfalen, zu der sich sieben kommunale Abfallwirtschaftsgesellschaften zusammengeschlossen haben. Angelehnt an die Aktion, die hoch im Norden startete, soll die Aufmerksamkeit auf die Biotonne gelenkt werden. Und die Kommunen haben auch etwas davon.

„20 Jahre nach der Einführung der Biotonne sind die Verbraucher nachlässiger bei der Befüllung der Biotonne geworden. Immer mehr Störstoffe, darunter vor allem Plastik und auch Plastiktüten, landen inzwischen in der Biotonne“, fasst Thomas Grundmann das Problem zusammen, vor dem alle Bioabfallverwerter stehen. Er ist Geschäftsführer der GEG (Gesellschaft zur Entsorgung von Abfällen Kreis Gütersloh) und der AWG (Abfallwirtschaftsgesellschaft des Kreises Warendorf). In vielen Kommunen ist das Thema nichts Neues. „Bei den Biotonnen-Aktionen in den letzten Jahren wurde alles Mögliche in den Biotonnen gefunden“, erinnert sich Rebecca Deppe (Unternehmenskommunikation AWG/GEG) die seit 2011 an dem Projekt arbeitet. „Vor allem Plastiktüten und verdorbene, verpackte Lebensmittel.“

Die Kompostwerke stellen fest, dass immer häufiger Dinge in der Biotonne landen, die dort nicht hineingehören. Beispiel Kaffee: Pulverkaffe und Filter sind ein klarer Fall für die Biotonne, moderne Kaffeekapseln hingegen nicht. Das Kunststoffgehäuse zersplittert während der Verarbeitung im Kompostwerk, die Splitter landen im fertigen Kompost und damit im Garten oder auf dem Feld. „Wer seinen Abfall konsequent richtig trennt, kann sich im eigenen Haushalt aktiv für den Umwelt- und Klimaschutz engagieren“, werben die Betriebsleiter der Kompostwerke für umweltbewusstes Verhalten.

Durch die Teilnahme von AWG und GEG an der Kampagne entstehen den Kommunen in beiden Kreisen Möglichkeiten, die Abfallberatung zur Biotonne auszuweiten. „Die für die Kampagne entwickelten Plakate können Schulen und Kindergärten aber auch Vermieter und Wohnungsbaugesellschaften über uns kostenfrei als Druckvorlage bekommen“, erklärt Deppe. Für verschiedene Zielgruppen gibt es mehrere farbenfrohe Motive. Und Aufkleber für die Biotonne zu Hause gibt’s auch gratis.

Mit der Kampagne #WIRFUERBIO in Westfalen wollen die Beteiligten für eine sortenreine Bioabfallerfassung werben und sagen daher gemeinsam: „Kein Plastik in die Biotonne!“

 

Bioabfall in Zahlen

  • Die Menge des gesammelten Bio- und Grüngutes in Westfalen ist absolute Spitze, es kommen 183 Kilo pro Person und Jahr zusammen
  • Der gesammelte Restmüll ist weniger: durch die konsequente Mülltrennung sind das nur 143 Kilo pro Person und Jahr
  • Aber: Die Qualität des gesammelten Bioabfalls sinkt.
  • Weitere Infos rund um die Kampagne auf www.wirfuerbio.de/geg-gt // www.wirfuerbio.de/awg-waf