NKI Förderprojekt 03K16199

Klimaschutz auf der Deponie Halle-Künsebeck

Potenzialstudie

KSI: Potenzialstudie für Technologien zur optimierten Erfassung von Deponiegasen in der Siedlungsabfalldeponie Halle-Künsebeck

Projektbegleitung

DEPOConsult GmbH, Barleben

Antragsteller

Gesellschaft zur Entsorgung von Abfällen Kreis Gütersloh mbH (GEG)

Am Reckenberg 4
33378 Rheda-Wiedenbrück

Projektzeitplan

NKI Förderprojekt  03K16199

Starttermin Juni 2021; geplanter Endtermin Mai 2022

Am Himmel türmen sich graue Wolken, davor ist eine abgedeckte und mit Gras und kleinen Sträuchern bewachsene Deponie zu sehen. Im Vordergrund steht ein grauer Container mit einem Rohr, dass aus dem Dach schaut. Im Conainer befindet sich das Blockheizkraftwerk (BHKW). Rechts am Rand des Bildes ist ein kleines dunkles Gebäude. Im Gebäude befindet sich die Verdichterstation. Aus dem Dach schaut ebefalls ein Rohr, die Notfackel.
BHKW (links) und Verdichterstation mit Fackel (im Hintergrund rechts).

Derzeitige Situation der Deponientgasung

Die Deponie Halle-Künsebeck besteht aus zwei separaten Deponieabschnitten. Auf der Deponie I wurden von Mitte der 1960er bis Anfang der 1980er Jahre Siedlungsabfälle abgelagert, auf der Deponie II von Anfang der 1980er Jahre bis 1999. Beide Deponieabschnitte haben eine Oberflächenabdichtung.

Bereits seit den 1990er Jahren ist ein aktives Entgasungssystem in Betrieb. Die Gasfassung besteht aus 25 Gasbrunnen, die über ein Leitungssystem an drei Gassammelbalken angeschlossen sind. Von dort aus wird das Deponiegas über einen Verdichter abgesaugt und in ein betriebseigenes Blockheizkraftwerk (BHKW) geleitet, in dem das abgesaugte Deponiegas zur Stromerzeugung verwertet wird.
Bei einem Ausfall des BHKW wird das Gas in einer Hochtemperaturfackel verbrannt.

Die Gasproduktion in der Deponie hat nach dessen langjähriger Erfassung und Verwertung abgenommen. BHKW und Hochtemperaturfackel wurden bei ihrer Planung für größere Gasmengen ausgelegt als derzeit noch verfügbar sind. Deshalb ist ein störungsfreier Betrieb des Entgasungssystems nicht mehr durchgehend sichergestellt.

Ziel und Inhalt des Vorhabens

Es soll ein Konzept erarbeitet werden für einen modifizierten Entgasungsbetrieb (Deponiegaserfassung, -verwertung und -behandlung) mit dem Ziel, die Treibhausgasemissionen deutlich zu minimieren. Hierzu sollen insbesondere die Möglichkeiten zur Erhöhung des Erfassungsgrades, einer verbesserten energetische Nutzung des Deponiegases sowie einer zusätzlichen Deponiegasbehandlung betrachtet werden.

Im Rahmen der Potenzialanalyse wird der als Ziel formulierte modifizierte Entgasungsbetrieb mit der Weiterführung des Entgasungsbetriebes in der bisherigen Form verglichen. Diese Betrachtung erfolgt auf Grundlage einer Deponiegasprognose. Die dazu erforderlichen Untersuchungen auf der Deponie werden weitgehend unter Verwendung der vorhandenen Anlagentechnik durchgeführt. Dies ermöglicht erste Einschätzungen zur Notwendigkeit  technischer Veränderungen an der Entgasung und über deren mögliches künftiges Betriebsregime.

Die Umsetzung von Ergebnissen aus der Potenzialanalyse wäre Inhalt eines gegebenenfalls daran anschließenden Vorhabens.

Nationale Klimaschutzinitiative

Mit der Nationalen Klimaschutzinitiative initiiert und fördert das Bundesumweltministerium seit 2008 zahlreiche Projekte, die einen Beitrag zur Senkung der Treibhausgasemissionen leisten. Ihre Programme und Projekte decken ein breites Spektrum an Klimaschutzaktivitäten ab: Von der Entwicklung langfristiger Strategien bis hin zu konkreten Hilfestellungen und investiven Fördermaßnahmen. Diese Vielfalt ist Garant für gute Ideen. Die Nationale Klimaschutzinitiative trägt zu einer Verankerung des Klimaschutzes vor Ort bei. Von ihr profitieren Verbraucherinnen und Verbraucher ebenso wie Unternehmen, Kommunen oder Bildungseinrichtungen.