Klimaschutz

"Mit unserer innovativen Technik vermindern wir den Ausstoß von klimaschädlichen Treibhausgasen. Das hätte der Abfallwirtschaft vor Jahren niemand zugetraut."

Rüdiger Klei, Geschäftsführer GEG  

Abfallwirtschaft, ein bedeutender Beitrag zum Klimaschutz

Klimaschutz, Energie- und Kohlendioxideinsparung sind spätestens seit dem UN-Klimabericht und den Wetterkapriolen der letzten Jahre ein Thema, welches nicht nur Ökoaktivisten beschäftigt.
Es geht auch ums Geld. Geld, das für Folgeschäden aufgebracht oder welches heutzutage auch schon für höhere Benzin- und Heizkosten bezahlt werden muss.
Das bewirkt bei immer mehr Bürgern ein Umdenken. Warum nicht jetzt in eine bessere Wärmedämmung oder in ein alternatives Antriebssystem investieren und später dadurch Geld sparen.
In der Abfallwirtschaft gilt dies Prinzip, zum Teil durch gesetzliche Vorgaben herbeigeführt, schon seit Ende der 1980er Jahre. Die getrennte Sammlung von Papier-, Glas- und Kunststoffabfällen kostet zwar, hilft aber den Rohstoffverbrauch bei neuen Produkten zu minimieren. Aus Bio- und Grünabfällen wird Energie und Kompost, der als Dünger eingesetzt wird.

Seit dem Jahre 2005 gilt ein Deponierungsverbot von Abfällen, die nicht vorbehandelt sind. Es hilft die Methanemissionen um bis zu 85 % (Quelle Bundesumweltamt) zurückzufahren. Stattdessen werden Abfälle mechanisch-biologisch behandelt oder energetisch verwertet.
Bei der Mechanisch-Biologischen Abfallbehandlung (MBA) in Ennigerloh wird ein gütegesicherter Brennstoff und ein ablagerungsfähiges Rottegut produziert. Der Abfall wird sortiert, zerkleinert und getrocknet, anschließend in Zement- und Kraftwerken als Brennstoff eingesetzt.
Hier ersetzt er fossile Energieträger, die sonst als Brennstoff genutzt würden. In der biologischen Behandlungsstufe werden durch anerobe Behandlung Abbauprozesse, die sonst in einer Deponie über lange Zeiträume ablaufen, kontrolliert und optimiert vorweg genommen.
Der zweite Weg ist die energetische Verwertung in einer Müllverbrennungsanlage (MVA). Bei der Verbrennung der Abfälle wird die Energie in Form von Wärme und Strom genutzt.

Die GEG spart durch die Verstromung des Deponiegases in Halle-Künsebeck, die energetische Nutzung von Altholz sowie die energetische Nutzung von Abfall in der Müllverbrennungsanlage Bielefeld und der Gewinnung von Sekundärbrennstoffen ca. 30.000 Tonnen CO2 ein.

Das Projekt WiEfm entwickelt aus diesem Grund Ansätze für eine effiziente Erzeugung, Verteilung und Nutzung von Wärme. In den nächsten vier Jahren werden im Rahmen von WiEfm die Grundlagen der Wärmeversorgung und des Wärmemarktes im Projektgebiet der EUREGIO untersucht, Einsparmöglichkeiten und innovative Effizienztechnologien ausgearbeitet und technische Lösungen für eine bestmögliche Nutzung klimafreundlicher Wärme dargestellt. Dafür werden nicht nur vorbildliche Wärmeprojekte in der EUREGIO, sondern internationale Beispiele für eine gelungene Praxis in das Projekt eingebracht und betrachtet.

Ziel des Projekts EWIMA ist der prototypische Aufbau regionaler virtueller Kraftwerke in NRW. Im Fokus steht die Weiterentwicklung des betrieblichen Energiemanagements für eine unternehmensübergreifende Optimierung von Verbrauch, Erzeugung und Speicherung von Energie in der direkten Unternehmensnachbarschaft. Kerninnovation wird eine zentrale IoT-Plattform sein, die komplexe Funktionen und Dienstleistungen ermöglicht. Die übergeordnete Zielsetzung des Projekts „EWIMA – Energiewissensmanagement zur unternehmensübergreifend optimierten Energieverwendung“ ist die Reduktion von Treibhausgasemissionen durch die Integration erneuerbarer Energien bei gleichzeitiger Erhöhung der regionalen und nachbarschaftlichen Wertschöpfung von KMU. Dazu wird ein regionaler Ansatz für ein virtuelles Kraftwerk verfolgt, indem Energieverbraucher, -erzeuger und -speicher in lokalen Clustern zusammengefasst werden.

Lesen Sie zu diesem Thema auch die entsprechende Broschüre