Das Schadstoffmobil im Kreis Gütersloh

Schadstoffe werden im Kreisgebiet Gütersloh über das Schadstoffmobil gesammelt. An fast 300 Terminen im Jahr hält es regelmäßig in den Ortsteilen der Städte und Gemeinden. Eine Übersicht finden Sie unterhalb zum Download.

Feste Sammeltermine sind z.B.:

  • jeder erste Freitag im Monat von 13:30 - 16:30 Uhr am EP Nord
  • jeden Donnerstag von 15:00 - 18:00 Uhr am EP Gütersloh

Schadstoffe aus Ihrem Haushalt

Jeder von uns geht fast täglich mit Produkten um, die nach ihrem Gebrauch zu Schadstoffen werden. Einige Beispiele herfür:

Aus dem Haushalt:

Quecksilberthermometer, Spaydosen, Pflegemittel für Leder und Möbel, Mottenschutz- und Imprägniermittel, PCB-haltige Kleinkondensatoren.

Aus Küche und Bad:

Säuren und Laugen, WC- und sonstige Reiniger, Herd- und Metallputzmittel, Desinfektionsmittel, Fußboden- und Fensterreiniger, Abflussreichniger, Allzweckreiniger, Backofenreiniger, Fleckenentferner, Entkalker.

Aus Hobbyraum und Werkstatt:

Farben, Lacke, Lösungsmittel, Klebstoffe, Abbeizer, Spachtelmasse, Holz- und Rostschutzmittel, Kunstharz, Fotochemikalien, Verdünner, Chemiebaukästen, Chemikalien.

Aus dem Garten:

Pflanzenschutz- und Schädlingsbekämpfungsmittel, Rattengift, Unkrautvernichter, Düngemittel.

Rund um das Auto:

Rost- und Frostschutzmittel, Bremsflüssigkeit, Fette, Lacke,  Motor- und Felgenreiniger, Enteiser, Unterbodenschutz, Autopolitur.

Manche Verpackungen für Chemikalien (z.B. Spraydosen) sind für die Entsorgung über den Gelben Sack gekennzeichnet. Reste dieser Chemikalien gehören in die Schadstoffsammlung, nur die Umverpackung gehört in den Gelben Sack.

Kein Fall für die Schadstoffsammlung

Alte Starterbatterien geben Sie beim Kauf einer neuen Batterie zurück, dies ist unter anderem auch in Baumärkten möglich. Hinfreich ist dabei die Originalquittung. Batterien bitte nciht aufbewahren, da durch die Säure Verletzungsgefahr besteht.

Altöl, Ölbehälter, ölhaltige Filter und Putztücher können Sie ebenfalls im Handel zurück geben. Dies sollte möglichst zeitnah geschehen, da z.B. bei der Lagerung von verölten Putztüchern Brandgefahr durch Selbstentzündung besteht.

Altmedikamente gehören nicht zu den Schadstoffen. Sie werden aus Sicherheitsgründen im Kreisgebiet von vielen Apotheken zurück genommen. Zudem ist eine Abgabe an vielen Recyclinghöfen möglich. Medikamente sollten nie über die Toilette entsorgt werden. Die Faltschachteln entsorgen Sie bitte über das Altpapier, Leere Glasbehälter gehören farblich sortiert in die Altglascontainer.

Dispersionsfarbe, auch Binderfarbe genannt, enthält Wasser als Lösungsmittel, gilt nicht als Sonderabfall und kann somit vollständig ausgetrocknet über den Restabfall entsorgt werden. Flüssige Farbreste dazu einige Tage offen stehen lassen, dabei verdunstet nur Wasser. Pinselreine Farbeimer gehören in den Gelben Sack. Alte Pinsel und eingetrocknete Farbrollen gehören auf jeden Fall in den Restabfall.

Batterien geben Sie bitte direkt bei den Verkaufsstellen von neuen Batterien zurück. Hier finden sich in der Regel im Kassenbereich spezielle Sammelboxen.

Leuchtstoffröhren und Energiesparlampen gehören zum Elektroschrott. Diese können Sie kostenlos an den Entsorgungspunkten und Recyclinghöfen abgeben. Bitte werden Sie diese nicht in die Wertstoffboxen. Alte Glühbrinen (mit einem Glühfaden) dagegen zählen zum Restabfall.

Hinweise zur Abgabe

Die Abgabe von Schadstoffen ist für Privatpersonen kostenlos, es gilt nur einige Regeln zu beachten.

  • Die Abfälle dürfen nicht vermischt werden, halten Sie daher die Abfälle bevorzugt in geschlossener Originalverpackung bereit.
  • Sie dürfen die Abfälle nur persönlich abgeben.
  • Kommen Sie nach Möglichkeit nicht zu Beginn oder kurz vor Ende der Sammlung zum Mobil, da sich dann oft Wartezeiten ergeben.
  • Ihre Informationen über die Stoffe sind entscheidend für das Sammelpersonal, deshalb ist Ihre Mithilfe bei der Sortierung gefragt.

Gewerbliche Kunden können das Schadstoffmobil ebenfalls nutzen, jedoch müssen diese eine Abgabekarte kaufen. Die Karte erhalten Sie für 25 Euro auch direkt am Mobil. Hiermit können dann bis zu 25 kg Sonderabfall abgegeben werden.

Beachten Sie die Gefahrensymbole

Eine wichtige Hilfe bei der Erkennung von Schadstoffen sind die Gefahrensymbole. Achten Sie beim Einkauf und bei der Verwendung von Produkten auf die Verpackung, die ein sicheres Indiz für schädliche Inhaltsstoffe sind. Reste von Produkten mit Gefahrenkennzeichen sind immer über die Schadstoffsammlung zu entsorgen. Vermeiden Sie jeden Kontakt mit Gefahrstoffen und atmen Sie keine Dämpfe ein. Ebenso sollten verschiedene Stoffe niemals gemischt werden um gefährliche Verbindungen zu vermeiden.

Bei akuten oder chronischen Vergiftungen z.B. durch Haushaltsmittel berät der Giftnotruf oder der Arzt. Bei lebensbedrohlichen Symptomen wie Bewustlosigkeit oder Krämpfen rufen Sie umgehend einen Notatzt unter 112 an!

Weitere Informationen:

Informationszentrale gegen Vergiftung

Informationen zu Gefahrenzeichen der Verbraucherzentrale